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Reisetagebuch

Hier veröffentliche ich all die Texte, die mir auf meinen Reisen durch den Kopf gehen.
Nicht alles, was in diesen Texten geschrieben steht, beruht auf wahren Gegebenheiten. Jede Ähnlichkeit mit lebendigen Personen oder tatsächlichen Ereignissen und Sachverhalten beruht - nun, wenn nicht eine höhere Macht ihre Finger im Spiel hat - auf dem Zufall...



München, 2. November 2011

Trocken oder feucht

Es ist doch noch mitten in der Nacht - trotzdem muss ich am Gate 1 in Tegel einen englischsprachige Nachrichten in den kalten Raum plärrenden Fernseher ertragen. Flughäfen könnten so gemütliche Orte sein...

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Salzburg, 7. Oktober 2011

Buddhistischer Stupa auf dem Mönchsberg

Er ist legendär, der Salzburger Schnürdl-Regen. Entfärbt die komplette Stadt zu einer grau-weiß-schwarzen Melanche, in der es an allen Ecken plätschert, prasselt und tröpfelt. Und ich bin wieder mitten drin.

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Wien, 31. August 2011

Mauerblümchen

Schon wieder Wien. Vielleicht das letzte Mal dieses Jahr - aber nur vielleicht. Nach der Kälte, die inzwischen Berlin trotz Sonnenschein in den Krallen hat, ist Wien dieser Tage eine Zeitreise zurück in den Sommer. Na, mir soll's recht sein.

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Berlin, 25. August 2011

Eine neue Hand

Gestern Nacht wurde Berlin von einem schweren Gewitter heimgesucht. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine solche Blitzkanonade erlebt zu haben. Ich weiß nicht, wofür DAS nun wieder ein Zeichen sein soll - seit Montag jedenfalls steht meine Welt ohnehin wieder einmal Kopf.

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Berlin, 14. August 2011

Schattenwurf in Berlin

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und da in diesem Jahr bei mir noch nicht allzu viel passiert ist, interpretiere ich die zunehmende Dunkelheit um mich herum als ein Zeichen - es tut sich was!

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Leipzig, 10. September 2010

Querbahnsteig

Ein Freitag, gemacht aus Kaugummi, zieht sich träge zwischen Aufstehen und Zubettgehen dahin. Genau in der Mitte sitze ich in einem Cafe und wünsche mir jemanden, dem ich den ganzen Unsinn erzählen kann, der mir so durch den Kopf schwirrt.

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Frankfurt, 7. September 2010

Licht am Ende des Tunnels

Der ICE rast mit hell singenden Rädern durch die Nacht. Ich schaue aus dem Fenster, doch statt Landschaft erwidert nur eine Spiegelung meinen Blick. Ein altes, faltiges Gesicht. Mein Gesicht.

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Leipzig, 3. September 2010

Drohende Wolke über dem Kanzleramt

Der Himmel ist von klarem Blau an diesem Morgen, nur ein paar Haufenwolken werden von der noch tiefstehenden Sonne spektakulär beleuchtet. Am Hauptbahnhof angekommen steht direkt über dem Kanzleramt ein riesiger Wolkenzeigefinger, streng erhoben.

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Berlin, 31. August 2010

Auf dem Gipfel der Roten Wand

Gestern war ein harter Tag für mich. Der Verein Sächsischer Hochalpinisten hat den Nachweis meiner Besteigung sämtlicher Achthunderter des östlichen Westerzgebirges nicht anerkannt, da angeblich die auf dem Gipfelfoto des zuletzt erklommenen Hundsmarter erkennbare Landschaft nicht den am Gipfel zu erwartenden geografischen und meteorologischen Gegebenheiten entspricht. All der Stress mit dem Aklimatisieren, den Basislagern, den Kulis, Mulis und Sherpas - umsonst.

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Im Süden, 27. August 2010

Wolkenzauber

Manchmal fällt es schwer, die eigenen Regeln nicht zu brechen, stark zu bleiben, der Verlockung zu widerstehen. Besonders, wenn die Flugpreise so niedrig sind, dass es teurer zu sein scheint, zu Hause zu bleiben und die Heizung aufzudrehen als einfach in den warmen Süden zu entfleuchen...

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Markersbach, 7. August 2010

Gewitter über Markersbach

Ein Felsen, mitten im Wald. Nicht hoch, aber doch erhaben und bedeckt mit weichem Moos. Der ideale Platz, um kurz auszuruhen. Ruhe vor den letzten Wochen, in denen ich nie dazu kam, aufzuschreiben, was mir durch den Kopf ging.

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Wien und Salzburg, 15. Juni 2010

Die Festung Hohensalzburg

Mist, habe das Stromkabel für den Computer vergessen. Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass bei fortschreitender Entwicklung von steigender Akkukapazität einerseits und sinkendem Stromverbrauch andererseits irgendwann eine Akkuladung für zwei Jahre reicht - also quasi die durchschnittliche Lebensdauer eines tragbaren Computers - zumindest bei mir. Schade, dass es noch nicht soweit ist.

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Planetenmüde, 8. Juni 2010

Der Rhein bei Rolandseck

Ich stehe gerade auf dem Kölner Hauptbahnhof und warte auf meinen Zug. Der heutige Tag war die reinste Verschwendung - im Museum war ein Fernsehteam unterwegs und daher konnte an meinem Termin hier niemand teilnehmen. Um nicht völlig umsonst 6 Stunden von Berlin und wieder 6 Stunden zurück gefahren zu sein, habe ich einer Kollegin zumindest ein wenig beim Arbeiten mit Word geholfen...bin ja flexibel.

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Quer durch Deutschland, 30. Mai 2010

Wasserspeier

Ein Wochenende, angefüllt mit hunderten Kilometern Bahnfahren. Und nach Wochen der Abstinenz endlich mal wieder die Gelegenheit, einen Eintrag in meinem Reisetagebuch zu plazieren. Ich hätte ja zwischendurch mal was geschrieben – aber ich war einfach nicht unterwegs. Und auch wenn inzwischen viel passiert ist in der Welt, ist dies ja letztlich doch mein Reisetagebuch und nicht der Ort, an dem ich ohne Unterbrechung Kommentare zur Welt um mich herum ablasse, auf die jene nun wirklich nicht wartet.

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Bregenz, 27. April 2010

Bregenz

Brummend setzt die Dash/8 zum Landeanflug auf Friedrichshafen an, der Mond schwenkt in Sichtweite und zaubert Reflexe auf die leicht gekräuselte Oberfläche des Bodensees knapp einhundert Meter unterhalb der Maschine. Und keine Minute später setzen die Räder quietschend auf der Landebahn des Airports Friedrichshafen auf. Der nur eine Zwischenstation auf meiner dieswöchigen Reise darstellt – ich bin wieder einmal auf dem Weg nach Österreich, in den nächsten Tagen ist Bregenz an der Reihe.

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Österreich, 12. April 2010

Kunsthaus Graz

Ich war mir sicher: Diese Reise wird eine Erholung gegen die letzten zwei Wochen zu Hause sein. Eigentlich wollte ich schon immer Tischler werden, aber nach 6 Tagen Hochbettbau und Ikeamöbelschrauben ist der ursprüngliche Enthusiasmus deutlich abgeebbt und ich froh, beruflich eher Bits zu schieben als Kreuzholz zu hobeln.

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