Verknüpfung mit einer Oracle-Datenbank

Die Verknüpfung zwischen der MusemPlus-Anwendungsdatei und den Datentabellen in der Oracle-Datenbank muss vor dem ersten Einsatz einmal manuell initialisiert werden.

Wie verknüpfe ich die museumplus.mde mit einem Oracle Database Server?

Eintrag der Datenbankparameter

Die Verbindung zwischen MuseumPlus und einer Oracle-Datenbank erfolgt ähnlich wie bereits für den MS SQL Server beschrieben. Zunächst muss dem Programm der entsprechende Server mitgeteilt werden, was auch hier durch einen Eintrag in einer Datenbanktabelle innerhalb der museumplus.mde erfolgt.

In der Kategorie Tabellen der Entwicklungsansicht findet man alle internen und externen Tabellen von MuseumPlus. Interne Tabellen sind solche, deren Inhalt direkt in der museumplus.mde gespeichert wird, externe Tabellen befinden sich eigentlich auf dem Datenbankserver und sind nur mit der museumplus.mde verknüpft. Bei einer neuen zu installierenden Version von MuseumPlus sollte es eigentlich nur interne Tabellen geben. Eine davon trägt den Namen _SY_ODBC. Öffnet man diese Tabelle durch Doppelklick, bekommt man ihren Inhalt angezeigt - normalerweise sind das nur wenige, meistens sogar nur ein einziger Datensatz. Letztlich ist auch nur ein einziger Datensatz erforderlich, er sollte für die Verbindung mit einem Oracle Database Server folgenden Inhalt haben:

  • SodTypS:
    enthält den Typ des Datenbankservers. Bei Oracle ORACLE
  • SodSourceS:
    enthält den Namen des Oracle-Users, also z.B. myUser
  • SodStringS:
    enthält die ODBC-Verbindungszeichenfolge. Diese Zeichenfolge ist aus mehreren Sektionen zusammengesetzt. Für jede Konstellation müssen die richtigen Sektionen zu einer Verbindungszeichenfolge zusammengesetzt werden. Die Sektionen werden dabei durch Semikolon getrennt, der String beginnt stets mit der Zeichenfolge ODBC. Für die Verbindung mit einer Oracle-Datenbank ist - anders als bei einer Verbindung zum MS SQL Server - eine auf dem Client-Computer eingerichtete ODBC-Datenquelle notwendig. Alle Angaben zum Server, zur Datenbank und zur Authentifikation werden in der ODBC-Datenquelle konfiguriert, die Verbindungszeichenfolge enthält daher eigentlich nur den Verweis auf die betreffende ODBC-Datenquelle.

    ODBC;
    DSN=myDataSource;DBQ=myUser;UID=myUserId;DBA=W;APA=T;EXC=F;FEN=T;QTO=T;FRC=10;FDL=10;LOB=T;
    RST=T;BTD=F;BNF=F;BAM=IfAllSuccessful;NUM=NLS;DPM=F;MTS=T;MDI=F;CSR=F;FWC=F;FBS=64000;TLO=0;

    Angepasst werden müssen dabei normalerweise nur die Einträge DSN,DBQ und UID.

Alle anderen Spalten in dieser Tabelle sind für die Herstellung einer Verbindung irrelevant. Nach dem ein für die gewünschte Oracle-Datenbank geeigneter Datensatz in der Tabelle _SY_ODBC eingetragen wurde, kann die Tabelle geschlossen werden.

Übrigens: Die Rückfrage von Access, ob die vorgenommenen Änderungen an der Tabelle gespeichert werden sollen, kann getrost mit "Nein" beantwortet werden. Access bezieht sich hierbei auf ggf. an der Ansicht oder Struktur der Tabelle vorgenommene Änderungen, nicht auf den Inhalt der Tabelle. Dieser wird stets automatisch ohne Rückfrage beim Verlassen des Datensatzes gespeichert.

Verknüpfen der Datenbanktabellen

Anschließend wechselt man in die Kategorie Makros, wo sich das Makro _Init findet. Dieses muss durch Doppelklick gestartet werden. Es öffnet sich dann ein Initialisierungsbildschirm, in dem der Datenbank-Typ (in diesem Fall also Oracle) ausgewählt werden kann. Anschließend klickt man auf Go, worauf die Datenbanktabellen mit MuseumPlus verknüpft werden. Anschließend sollte das Programm ganz normal starten.